Aus Sicht des Gutachters hat jede Entziehung der Fahrerlaubnis auch eine "pädagogische Seite." Wichtig ist aber auch, dass zwischen der Entziehung der Fahrerlaubnis und der MPU genügend Zeit verstrichen ist. Sonst wird unterstellt, das Veränderungen noch nicht stabil im Alltag etabliert sein können, sodass auch in Zukunft erneute Delikte zu erwarten sind.
Die Erfahrung zeigt, dass ein Abstand von 18 Monaten seit Entziehung der Fahrerlaubnis nicht unterschritten werden sollte, um eine erfolgreiche MPU nicht von vornherein zu gefährden. In der Regel führt ein zu frühzeitiger Antrag auf Wiedererteilung zu einem negativen Ergebnis, sowie zum Verlust von Zeit und Geld.